Jürgen Jürgens

Jürgen Jürgens wurde am 5. Oktober 1925 in Frankfurt/Main geboren und verstarb am 4. August 1994 in Hamburg.

Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er bei Kurt Thomas auf dem Musischen Gymnasium Frankfurt, das er von 1939 bis 1944 besuchte. Nach dem Notabitur war er bis Mai 1945 als Funker bei der Wehrmacht. Von 1946 bis 1953 studierte er an der Hochschule für Musik in Freiburg/Breigau Gesang bei Margarete von Winterfeld und Chorleitung bei Konrad Lechner.

1955 ging Jürgen Jürgens aus familiären Gründen nach Hamburg, wo er den Chor des italienischen Kulturinstitutes übernahm. In nur wenigen Monaten baute er den Chor zu einem leistungsfähigen Madrigal-Ensembles aus, das den Namen Monteverdi-Chor Hamburg erhielt.

1959 gewann er mit dem Monteverdi-Chor Hamburg einen 1. Preis beim Internationalen Chorwettbewerb in Arezzo/Italien. Damit begann die internationale Laufbahn des Chores und seines Gründers Jürgen Jürgens.

1962 wurde er als Leiter der Akademischen Musikpflege an die Universität Hamburg berufen. 32 Jahre lang leitete er in dieser Funktion mit außerordentlichem Erfolg den Universitäts-Chor, das Universitäts-Orchester, den Monteverdi-Chor und die Camerata Accademica Hamburg, ein Kammerorchester mit historischen Instrumenten.

1966 wurde Jürgen Jürgens zum Universitäts-Musikdirektor und 1972 zum Professor der Universität Hamburg ernannt.

Richtungweisende preisgekrönte Schallplatten- und CD-Aufnahmen mit Chorwerken der Renaissance, Romantik und Moderne, vor allem aber mit den Werken Claudio Monteverdis sowie zahlreiche erste Preise bei internationalen Wettbewerben machten den Chor und seinen Dirigenten international bekannt.

Neben seiner Tätigkeit als Dirigent erforschte Jürgen Jürgens vor allem die Vokalmusik des italienischen und deutschen Frühbarock sowie der deutschen Romantik und veröffentlichte zahlreiche Werke erstmals im Druck oder in Aufnahmen für Rundfunk und die Schallplatte.

Jürgen Jürgens war Mitglied der Freien Akademie der Künste zu Hamburg. Die Stadt Hamburg verlieh ihm für sein Verdienste um das Musikleben der Stadt 1985 die Biermann-Rathjen-Medaille und 1991 die Johannes-Brahms-Medaille. Außerdem wurde er von der Universität Hamburg für seine Verdienste um Forschung, Lehre und Bildung mit der Universitäts-Medaille in Silber ausgezeichnet.

 

Wichtige Editionen:

Monteverdi: Marien-Vesper / Domenico Scarlatti: Stabat Mater / Marco da Gagliano: Dafne

Uraufführungen:
Hans Poser: Requiem (1968) – Hans Poser: Galgenlieder (1970)

 

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